C 121 Tradition Prestige

prestige

und noblesse

Geschmackvolles und zeitloses Design sind stets typische Eigenschaften von Schimmel Instrumenten. Dieser Tradition verpflichtet haben wir zu unserem 135-jährigen Firmenjubiläum auf der Basis unseres Klaviers Classic 121 zwei Modellvarianten wieder aufleben lassen, die von Nikolaus Wilhelm Schimmel bereits im Jahre 2000 entworfen wurden.

Die Modelle „Tradition Noblesse“ und „Tradition Prestige“ bringen diesen Anspruch auf eindrucksvolle Weise zum Ausdruck. Bei der Variante Prestige prägen großflächige Füllungen in den Klavierfronten mit ausgewählten Edelhölzern die gesamte Optik des Klaviers.

Beide Modellvarianten sind mit den Edelhölzern Pyramidenmahagoni, Wurzelnussbaum und Bubinga erhältlich.

Produktinformationen

Konstruktionskonzept​

Classic Konzept (Classic 121 & 116): Dieses Design wurde ursprünglich von Arno Wilhelm Schimmel in den 1930er Jahren entwickelt, mit der Idee, eine neue Kategorie von Klavieren zu bauen. Das Tonvolumen der großrahmigen Konstruktionen sollte erhalten bleiben, aber das Erscheinungsbild sollte wesentlich graziler werden. Die Konstruktionsidee war damals revolutionär und wurde mehrfach patentiert. Durch den Erfolg dieser innovativen Idee entwickelte sich Schimmel schnell zum größten deutschen Klavierhersteller. Die Konstruktion wurde kontinuierlich verbessert und mithilfe der im Jahr 1980 selbst entwickelten Computersoftware CAPE perfektioniert. Das Ergebnis sind zeitlose Instrumente in Klang und Spielgefühl.

Hochleistungs-Hammerkopf

Unsere Hammerköpfe werden aus hochelastischem Merino-Walkfilz mit hoher Flexibilität und geringen Dämpfungseigenschaften hergestellt. Dieser wird aus hochwertigster Merinowolle in einem traditionellen Walkverfahren in Deutschland gefertigt. Für die Hammerkerne verwenden wir Harthölzer in Kombination mit spannungsregulierenden Unterfilzen. Das Ergebnis ist ein großer Reichtum an Klangfarben in den unterschiedlichen Dynamikstufen sowie langanhaltende Töne durch geringe Dämpfungswirkung auf die Saiten (kurzer Berührungszeitraum durch hochelastischen Filz).

Mineralbelag​

Für die Ganztöne werden bei allen Schimmel-Instrumenten „Mineralbeläge“ verwendet. Diese wurden von Schimmel entwickelt und haben besonders vorteilhafte Eigenschaften für Pianisten. Sie bieten ein sicheres und angenehmes Spielgefühl und sind durch die mattierte Oberfläche „blendfrei“, was insbesondere auf Bühnen mit Scheinwerfern für den Pianisten von Vorteil ist.

Vorgespannter Spieltisch​

Der Spieltisch ist durch eine Dreipunktauflage fest mit dem Resonanzkörper verbunden und gewährleistet so eine Resonanzkopplung. Zusätzlich wird der extrem stabile, mehrschichtig verleimte Spieltisch in einem von Schimmel patentierten Verfahren mit einer Justierfunktion vorgespannt. Dies sorgt zusätzlich für eine erhöhte Klimastabilität der Mechanikregulierung. Wie bei unseren Flügeln werden auch hier die Klangresonanzen gezielt verstärkt, was zu einem reicheren Klangbild führt. Die Vibrationen schaffen zudem eine verbesserte Möglichkeit der Interaktion mit dem Instrument beim Klavierspiel.

Tonholz aus der Region

Als Tonholz bezeichnen wir alle Resonanzhölzer, die den Klang erzeugen. Dafür verwenden wir selektierte Bergfichten aus den bayerischen und böhmischen Wäldern, dem Ursprung des Tonholzes der deutschen Instrumentenbauer. Dafür selektieren wir nur das perfekte Holz, das langsam in hohen Lagen gewachsen ist, damit daraus Resonanzböden mit optimalen Schwingungseigenschaften gefügt werden können. Die Bäume werden bereits in den Wäldern vorselektiert und anschließend speziell aufgeschnitten und über lange Zeiträume getrocknet. Trotz dieser intensiven Vorselektion sind nur etwa 2 % des so gewonnenen Nutzholzes für unsere Resonanzbodenherstellung geeignet.

Massenreduzierter Steg

Der Steg überträgt und verteilt die Schwingungen der Saiten auf den Resonanzboden. Damit der Steg den Saitenzugkräften standhält, die Energie optimal überträgt und gleichzeitig den Resonanzboden möglichst wenig daran hindert frei zu schwingen, hat Schimmel den „Massenreduzierten Steg“ erfunden. Dabei wird eine dynamische Kontur in die Flanken des Stegs gefräst, die dafür sorgt, dass der Klangfarbenreichtum erhöht wird und die Töne länger klingen. Eine innovative Idee, die auch nach mehr als 300 Jahren traditionellem Klavierbau noch ein Patent erhielt.

Dynamischer Klangstab

Der „Dynamische Klangstab“ wird während der Resonanzbodenherstellung mit dem Resonanzboden verspannt. Dadurch wird der Energiefluss im Resonanzboden bei unterschiedlich lautem Spiel reguliert, was eine größere Bandbreite an Klangfarben je nach Anschlag und Lautstärke ermöglicht. Dies bezeichnen wir als hohe klangliche Dynamik. Je nach Größe und Form des Resonanzbodens verwenden wir entweder einen oder zwei „Dynamische Klangstäbe“, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. (siehe Tabelle)

Mehrschicht-Stimmstock

Damit das Instrument optimal die Stimmung hält und gut stimmbar ist, verwenden wir Stimmstöcke mit dünnen Hartholzschichten. Diese wurden bereits in den 1950er Jahren von Schimmel als sogenannte „Tropenklima resistente“ Stimmstöcke entwickelt und haben sich über die Jahrzehnte bestens bewährt.

Gleiter

Traditionell werden Klaviere mit kleinen Rollen aus Metall ausgestattet. Unserer Erfahrung nach werden diese jedoch nur selten verwendet. Die Gefahr, den Fußboden zu beschädigen, ist doch recht hoch. Aus diesem Grund statten wir unsere Klaviere mit hochwertigen Gleitern aus, die von unten mit Delrin beschichtet sind. Dies ermöglicht ein leichteres Gleiten auf glatten Hartböden und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Bodenbeschädigungen. Zudem können die vorderen Gleiter in der Höhe verstellt werden, um Bodenunebenheiten auszugleichen. Dies beugt einer Verwindung des Instrumentes vor und verbessert die Stimmhaltung sowie die Stabilität der Regulierung.

Erweiterte Herstellergarantie

Schimmel bietet über sein Fachhändlernetz eine erweiterte Herstellergarantie. Denn wir vertrauen und stehen zur Qualität unserer Instrumente.

CAPE - Designed by Schimmel

Bereits in den 1980er Jahren arbeitete Schimmel mit Computern, um die Konstruktion seiner Instrumente zu verbessern und war damit ein Pionier in der Klavierbranche. Seitdem wurde der Einsatz von Computern in der Konstruktion ständig weiterentwickelt und ist heute unter der Bezeichnung CAPE (Computer Assisted Piano Engineering) eine einzigartige und umfassende Softwarelösung, in die jahrzehntelange Entwicklungsarbeit und Forschungsergebnisse eingeflossen sind. Auf dieser Basis entstehen kontinuierlich neue Ideen und Konstruktionen, die in der Branche Maßstäbe setzen.
Seit den 1990er Jahren wird auch der Einsatz von CNC-Maschinen für die Produktion von Präzisionsteilen vorangetrieben. Diese werden ausschließlich in sorgfältiger Handarbeit zu unseren Instrumenten gefügt und sind für das Erreichen höchster Qualität Voraussetzung.

Umweltstandards

Umweltschutz und Nachhaltigkeit gehören bei Schimmel seit der Firmengründung im Jahr 1885 zur Firmenphilosophie. Das beginnt schon bei der Qualität unserer Instrumente. Mit einem Schimmel Instrument erwerben Sie ein langlebiges Produkt, das über viele Jahre, häufig über Generationen, verwendet wird. Welche Branche kann schon von sich behaupten, dass sie für ihre über 100 Jahre alten Produkte immer wieder Ersatzteilanfragen erhält? Langlebigkeit schont die Ressourcen. Darüber hinaus stellen wir unsere Instrumente aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen her – heimische Hölzer aus zertifizierter Forstwirtschaft und Wolle – und unsere Gusseisenplatten werden in einem aufwendigen Verfahren aus recyceltem Altmetall hergestellt. Die bei der Produktion anfallenden Holzreste und -späne werden im Winter zum Heizen der Produktionsstätte verwendet, und auf dem Dach der Manufaktur erzeugen wir Solarstrom. Biofilter und eine moderne Heizungsanlage runden unsere Fertigung ab. Dabei produzieren wir selbstverständlich nach den hohen deutschen Umweltstandards. Das gilt nicht nur in unserer Manufaktur in Braunschweig | Germany, sondern auch in Kalisz | Polen. In China ist die Produktion unserer Fridolin-Instrumente nach ISO 14001 umweltzertifiziert, um auch hier unsere hohen Ansprüche an Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu sichern.

Baureihe C 121
Modell Tradition Prestige
Höhe (cm | inch) 121 | 48″
Breite (cm | inch) 150 | 59″
Tiefe (cm | inch) 59 | 23″
Gewicht (kg | lbs) 249 | 549
Oberflächenvariationen Schwarz poliert
Edelholzapplikation Bubinga | Pyramidenmahagoni | Wurzelnussbaum
Standardbeschlag Messing
Beschlag auf Bestellung Chrom matt | Chrom glanz
Manufaktur Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH
Herstellungsort Braunschweig | Germany
Mechanik Schimmel Mechanik made by Renner | Germany
KlaviaturEndfertigung Braunschweig
KlaviaturbelagMineral | Bakelite
Tastenanzahl88
Klaviaturhöhe vom Unterboden zum Spieltisch / zur Oberkante der Klaviatur (mm)682 | 767
PedalePiano Pedal (links) | Moderator/twintone (mittig) | Tonhaltung (rechts)
Installation Selbstspieler möglichnein
Installation twintone ab Werk | nachträglich*
(*ab Baujahr 2019)
ja | ja
Blanksaiten Hochleistungsfederstahl mit präzisem TeiltonaufbauHochleistungsstahl by Pitthan | Germany
Basssaitenmade by Schimmel
Kastenraste mit Massivholzauflage aus Buche / Bergfichtenbalken.
Optimale Stabilität und Energiereflexion
ja
Dreidimensional gespannter Resonanzbodenmit konischem Schliff
Dynamischer Klangstab
Definition siehe Produktinformationen
eins
Klangsteg: Buchenvollholz, Deckelschicht 5-fach kreuzweise verleimtes Ahornmade by Schimmel
Gusseisenplatte, Grauguss im traditionellen Sandabdruckverfahrenja
Klavierdeckel Designhorizontal und vertikal
Gleiter/ Rolle serienmäßig (Umrüstung auf jeweils Rolle oder Gleiter möglich)Gleiter
Hydraulische Tastenklappenbremse serienmäßignein
Polierte Oberflächen im premium Klavierlack Schichtverfahren, handpolierte Veredelungja
Hergestellt zu folgenden Standards:deutsche Umweltstandards
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